Trinkwasseranschlüsse

 

Was muss ein Grundstückseigentümer über den Anschluss seines
Grundstücks an die öffentliche Wasserversorgung wissen?

Die Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA mbH) ist Betreiber der Anlagen der öffentlichen
Wasserversorgung und Abwasseranlagen für die Städte Frankfurt (Oder) und Müllrose mit ihren Ortsteilen
sowie die Gemeinde Jacobsdorf mit den OT Petersdorf, Jacobsdorf, Pillgram, Sieversdorf und die
Gemeinde Briesen/OT Biegen. Die FWA mbH hat die Aufgabe, die Versorgung mit Trinkwasser zu
gewährleisten und das anfallende Abwasser, die Fäkalien der abflusslosen Sammelgruben sowie den
nicht separierten Klärschlamm aus Kleinkläranlagen und das anfallende Niederschlagswasser
der Stadt Frankfurt (Oder) abzuleiten und zu reinigen.


Bild: Übersicht des Trinkwasser-Hausanschlusses - zum Vergrößern bitte Klicken!

Anschlussbedingungen

Für den Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung gelten die Satzungen über den Anschluss an die
öffentliche Wasserversorgungsanlage und ihre Benutzung im Gebiet der o. g. Kommunen sowie die
Ergänzenden Versorgungsbedingungen der FWA mbH zu der Verordnung über Allgemeine Bedingungen
für die Versorgung mit Wasser (AVB Wasser V vom 20.06.1980 - BGBL. S.750) vom 03.03.1995 in der gültigen
Neufassung.

Vertragspartner der FWA mbH sind Grundstückseigentümer, Gemeinschaften von Wohnungseigentümern oder
Erbbauberechtigte bzw. deren Bevollmächtigte. Mit Zustimmung des Grundstückseigentümers können auch
Wasserlieferungsverträge in Form einer Ausfallbürgschaft mit Pächtern abgeschlossen werden.


Antrag

Für die Herstellung einer Trinkwasserhausanschlussleitung ist ein Antragsformular
„Antrag auf Anschluss an das Trinkwassernetz“ vollständig ausgefüllt mit den erforderlichen Planunterlagen
wie Kopie des amtlichen Lageplans, Kellergrundriss bzw. Grundriss des Hausanschlussraumes und
Schnittzeichnung an die FWA mbH einzureichen.

Die Antragsformulare sind direkt bei der FWA mbH im Buschmühlenweg 171 oder im Internet
unter www.fwa-ffo.de (Formulare) erhältlich.

Die vom Bauherrn vorgesehene Trasse der Hausanschlussleitung und der Standort der Wasserzähleranlage
müssen im Lageplan und im Anschlussraum/Kellergrundriss eingetragen sein. Auf dem Antrag sollte ebenfalls
vermerkt werden, ob der Kunde Eigenleistungen erbringen möchte. Die Eigenleistung besteht aus den
Ausschachtungsarbeiten für den Rohrgraben und dem Legen der Schutzrohre unterhalb von Fundamenten.
Die Rohrleitungen sollten in einer frostfreien Tiefe von 1,50 m liegen. Die Leitungsführung soll möglichst
rechtwinklig zur Versorgungsleitung und auf dem kürzesten Weg zum Gebäude erfolgen. Die Trasse ist so
festzulegen, dass der Leitungsbau ungehindert möglich ist und die Leitung auf Dauer zugänglich bleibt.

Die Bearbeitung des Antrags bei der FWA mbH kann auch einen Ortstermin mit dem Kunden einschließen.
Dabei wird im Wesentlichen die Lage des Anschlusses, der Standort der Wasserzähleranlage und soweit
erforderlich, die Straßen- und Gehwegbefestigung für die Angebotsbearbeitung ermittelt.

Ist der Anschluss des betreffenden Grundstücks an das öffentliche Versorgungsnetz möglich, unterbreitet
die FWA mbH dem Antragsteller unter Berücksichtigung der gewünschten Eigenleistungen ein konkretes
Kostenangebot. Nach Auftragserteilung durch den Antragsteller an die FWA mbH erfolgt die Ausführung
des Auftrags durch zugelassene Installations- und Vertragsfirmen.

Jedes Grundstück erhält eine eigene Hausanschlussleitung. Als Grundstück wird ohne Rücksicht auf die
Grundbucheintragung jeder zusammenhängende Besitz, der eine selbständige wirtschaftliche Einheit bildet,
bezeichnet. Nachbarliche Auseinandersetzungen, die sich aus einer Gemeinschaftsversorgung
ergeben könnten, werden damit vermieden.

Anschlussleitungen, die über das Grundstück Dritter führen, müssen durch eine Grunddienstbarkeit
grundbuchlich gesichert werden. Für die Eintragung ist jeder Grundstückseigentümer oder die
Eigentümergemeinschaft verantwortlich.


Bauwasserzähler

Für die Errichtung eines Bauwasseranschlusses muss eine Anschlussleitung bis mindestens 1 Meter auf dem
Grundstück vorhanden sein. Sie stellt somit eine Zwischenlösung des endgültigen Hausanschlusses dar.
Der Bauwasserzähler wird nach Hinterlegung einer Kaution durch die FWA mbH eingebaut.
Eine geplante Einleitung von Schmutzwässern ist entsprechend anzuzeigen.


Hausanschlussleitung

Die Hausanschlussleitung ist die direkte Verbindung von der Versorgungsleitung, einschließlich Anbindeformstück
bzw. -armatur, bis zum Hauptabsperrventil vor dem Wasserzähler. Sie geht für den im öffentlichen Bereich
liegenden Teil in das Eigentum der FWA mbH über. Das Eigentum der FWA mbH endet grundsätzlich an der
nächstliegenden Grundstücksgrenze, unabhängig davon, ob ein oder mehrere dahinter liegende Grundstücke an
die öffentliche Wasserversorgungsanlage angeschlossen sind.

Die Herstellung der Hausanschlüsse erfolgt im Auftrag der FWA mbH von Vertragsfirmen.


Trinkwasser Hausanschluss - zum Vergroessern bitte Anklicken

 


Hausanschlussraum und Übergabeschacht

Anschlussleitungen sind in frostfreie und zugängliche Räume an der Gebäudeaußenwand einzuführen.
Zur Einführung der Leitungen sind in der Gebäudeaußenwand die erforderlichen Schutzrohre durch den
Antragsteller vorzusehen. Art und Größe der Schutzrohre legt die FWA mbH fest.

Trinkwasser Hausanschluss

Ist das Grundstück unbebaut und kein Raum zur frostfreien Unterbringung des Wasserzählers vorhanden,
besteht auch die Möglichkeit, einen Wasserzählerschacht unmittelbar hinter der Grundstücksgrenze
entsprechend den Vorgaben der FWA mbH zu errichten. Ein Wasserzählerschacht ist auch vorzusehen,
wenn die Länge der Grundstücksleitung mehr als 20 m betragen würde.


Wasserzähler 

Die FWA mbH stellt für jeden Hausanschluss nur einen Hauptzähler zur Verfügung. Der Einbau und die
Plombierung des Wasserzählers erfolgt durch die FWA mbH mit der Inbetriebnahme der Hausanschlussleitung.
Die Wasserzähler sind Eigentum der FWA mbH. Durch sie wird der Wasserverbrauch des Kunden gemessen.
Die Wasserzähler werden alle sechs Jahre geprüft und geeicht. Das geschieht in einer gesetzlich anerkannten
Prüfstelle für Kaltwassermessgeräte.



Kundenanlage

Die Kundenanlage beginnt mit dem KFR-Ventil (kombiniertes Freistromventil mit Rückflussverhinderer).
Soweit kein KFR-Ventil eingesetzt worden ist, beginnt die Kundenanlage nach der Absperrarmatur hinter
dem Wasserzähler mit anschließendem Rückflussverhinderer. Die Kundenanlage schließt den
Rückflussverhinderer ein.

Wasseruhr

 


Für die Kundenanlage ist der Anschlussnehmer verantwortlich. Die Kundenanlage darf nur durch einen von
der FWA mbH zugelassenen Installateur ausgeführt werden.

Sollte durch Schäden an der Kundenanlage oder aus einem anderen Grund Wasser ungenutzt ablaufen,
hat der Kunde das durch den Wasserzähler erfasste Wasser zu zahlen.

Material

Im Versorgungsgebiet der FWA mbH werden für Hausanschlussleitungen mit einem Durchmesser DN < 50 mm
Kunststoffrohre aus Polyethylen mit hoher Dichte (PE-HD) verwendet. Diese werden im Bereich unter
Fundamenten zusätzlich in ein Schutzrohr gelegt.

Für die Kundenanlage dürfen nur Materialien und Geräte verwendet werden, die mit dem DVGW- oder
GS-Prüfzeichen versehen sind.


Kosten

Der Antragsteller muss die Kosten der Herstellung des Trinkwasserhausanschlusses gemäß des gültigen
Preisblattes der Kommune bezahlen. In Härtefällen können mit der FWA mbH individuelle
Ratenzahlungsvereinbarungen getroffen werden.

 

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