{"id":8663,"date":"2023-09-27T14:36:34","date_gmt":"2023-09-27T12:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fwa-ffo.de\/wp2\/?p=8663"},"modified":"2023-09-27T14:50:40","modified_gmt":"2023-09-27T12:50:40","slug":"elementor-8663","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fwa-ffo.de\/wp2\/elementor-8663\/","title":{"rendered":"Absurder Vorwurf des Recherchezentrums CORRECTIV"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"8663\" class=\"elementor elementor-8663\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-9108dc4 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"9108dc4\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-a1c598c\" data-id=\"a1c598c\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-732ca92 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"732ca92\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Am Staatstheater Cottbus wird derzeit das St\u00fcck \u201eKraftwerk \u2013 Ein Theaterabend \u00fcber Kohle, Wasser und die Ewigkeit\u201c \u2013 basierend auf vom Essener Recherchezentrum CORRECTIV zusammengetragenen Informationen zu den Folgen des Bergbaus und dem heutigen Umgang mit diesen Risiken \u2013 aufgef\u00fchrt. Bezogen auf die im Werk vorgetragenen <strong>Vorw\u00fcrfe gegen\u00fcber der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft (FWA) und der Stadt Frankfurt (Oder)<\/strong> sind diese jedoch <strong>in wesentlichen Punkten falsch<\/strong>.<\/p><p>Der im Februar geschlossene Vergleich beinhaltet, dass sich das Bergbauunternehmen LEAG an der Ert\u00fcchtigung des Wasserwerkes M\u00fcllrose finanziell beteiligt und im Gegenzug Stadt und FWA keine weiteren Anspr\u00fcche aus der Sulfatbelastung der Spree gegen die LEAG erheben. <br \/><strong>Ein von CORRECTIV vorgeworfenes Sprechverbot gibt es hingegen nicht.<\/strong><\/p><p><strong>Zum Hintergrund:<\/strong> Seit 2009 haben wir auf die stetig steigende Gefahr der Sulfatbelastung der Spree aufmerksam gemacht und uns intensiv um eine L\u00f6sung bem\u00fcht. Die FWA hat im April 2011 ein wissenschaftliches Symposium initiiert, an dem Akteure aus Politik, Bergbau und Forschung teilnahmen. Insbesondere wurden die Ursachen der Sulfatbelastung offen gelegt. Danach sind der aktive Bergbau (Vattenfall\/jetzt LEAG) und der Sanierungsbergbau (der staatliche Bergbausanierer LMBV) f\u00fcr jeweils 45 % der Sulfatbelastung verantwortlich. Die restliche Sulfatfracht (10 % nat\u00fcrlichen Ursprungs und sonstige Einleitungen) ist dem Land Brandenburg zuzurechnen. Im Fr\u00fchjahr 2014 haben wir die Ersatzma\u00dfnahme Ert\u00fcchtigung des Wasserwerks M\u00fcllrose vorgestellt, welches ausschlie\u00dflich Grundwasser f\u00f6rdert und die Gesamtf\u00f6rderung schrittweise vom Spreewasser entkoppelt. Hier gab es m\u00fcndliche Zusagen von Vattenfall und dem Land Brandenburg, sich im genannten Verh\u00e4ltnis an der Finanzierung der Ma\u00dfnahme zu beteiligen. Beide Zusagen wurden sp\u00e4ter ausdr\u00fccklich zur\u00fcckgezogen mit dem Verweis darauf, dass kein Handlungsbedarf besteht, solange der Grenzwert im Trinkwasser nicht tats\u00e4chlich gerissen wird.<\/p><p>Das Land hat im November 2017 ein Sulfatprognosemodell f\u00fcr die Spree und im August 2020 eine Gef\u00e4hrdungsanalyse des Standortes Wasserwerk Briesen in Bezug auf den Parameter Sulfat finanziert und ver\u00f6ffentlicht. Beide umfangreichen Gutachten kommen zu dem Ergebnis, dass eine erhebliche Gef\u00e4hrdung der Einhaltung der Trinkwasserverordnung hinsichtlich Sulfat besteht. Das Land, vertreten durch das Landesbergbauamt, hat auch daraufhin keinen Anlass gesehen, Ma\u00dfnahmen zur Verringerung des Sulfats im Trinkwasser zu ergreifen, insbesondere nicht das Wasserwerk M\u00fcllrose mitzufinanzieren. Vielmehr wurde die Flutung des Cottbuser Ostsees genehmigt. Wir haben beim Verwaltungsgericht Cottbus gemeinsam mit der Stadt Frankfurt (Oder) im Mai 2019 Klage gegen diesen Bescheid eingereicht, da die Sicherung der Trinkwassergewinnung und die Finanzierung von Ausgleichsma\u00dfnahmen \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt wurden. Das Verwaltungsgericht Cottbus hat hierzu festgestellt, dass wesentliche Grundsatzfragen zur Genehmigung von Gew\u00e4sserbauvorhaben, welche die Trinkwassergewinnung beeintr\u00e4chtigen k\u00f6nnen, nicht gekl\u00e4rt sind und diese an den EuGH zur Bewertung vorgelegt.<\/p><p>Der Verlauf der m\u00fcndlichen Verhandlung beim EuGH lie\u00df erkennen, dass die Genehmigung der Flutung m\u00f6glicherweise wegen der fehlenden Finanzierung des h\u00f6heren Aufwandes zurTrinkwassergewinnung nicht rechtens sei. Die LEAG musste bef\u00fcrchten, dass die vom Landesbergbauamt erteilte Genehmigung zur Flutung des Cottbuser Ostsees f\u00fcr ung\u00fcltig erkl\u00e4rt wird. Daraufhin kam es zu o.g. Vergleich, dem die FWA und die Stadt Frankfurt (Oder) nach intensiver Abw\u00e4gung zugestimmt haben. Denn f\u00fcr die dringende L\u00f6sung der Trinkwasserfrage in unserem Versorgungsgebiet h\u00e4tten sich selbst bei einem Gerichtsentscheid zu unseren Gunsten wieder jahrelange Prozesse und neue Gutachten ergeben. <br \/><strong>Wir haben also ausschlie\u00dflich im Interesse unserer Kunden nach bestem Gewissen gehandelt.<\/strong><\/p><p>Die im Bericht von CORRECTIV genannte Bef\u00fcrchtung, auch das Grundwasser in M\u00fcllrose k\u00f6nnte durch den Bergbau zuk\u00fcnftig negativ beeinflusst werden, ist ebenfalls unbegr\u00fcndet. Das in der Spree gel\u00f6ste Sulfat beeintr\u00e4chtigt das Grundwasser im Bereich, in dem wir das Spreewasser in Briesen versickern sowie die Brunnen am Ufer der Spree (Uferfiltrat). <br \/><strong>Das Wasserwerk M\u00fcllrose hat keine hydrologische Verbindung zur Spree und ist nicht gef\u00e4hrdet.<\/strong><\/p><p>Die Baugenehmigung zum Wasserwerk M\u00fcllrose wurde im M\u00e4rz 2023 erteilt. Das Wasserwerk wurde stillgelegt und vom Netz getrennt. Noch in 2023 beginnen die Abrissarbeiten. Der Bau und die Anlagentechnik wurden ausgeschrieben. Mit dem Baubeginn wird im Fr\u00fchjahr 2024 gerechnet, mit der Inbetriebnahme im Sommer 2025.<\/p><p>Wir sch\u00e4tzen die umfangreichen Recherchen von CORRECTIV. Hier jedoch wurden Vorw\u00fcrfe trotz unserer umfassenden Beantwortung aller Fragen ver\u00f6ffentlicht, die schlichtweg falsch sind.<\/p><p>Frankfurt (Oder), 27. September 2023<\/p><p>Links:<br \/><a href=\"https:\/\/www.frankfurt-oder.de\/Verwaltung-Politik\/Verwaltung\/Aktuelles\/Absurder-Schweigegeldvorwurf.php?object=tx,2616.14&amp;ModID=7&amp;FID=2616.36242.1&amp;NavID=2616.27&amp;La=1\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pressemitteilung der Stadt Frankfurt (Oder) vom 26. September 2023<\/a><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Staatstheater Cottbus wird derzeit das St\u00fcck \u201eKraftwerk \u2013 Ein Theaterabend \u00fcber Kohle, Wasser und die Ewigkeit\u201c \u2013 basierend auf vom Essener Recherchezentrum CORRECTIV zusammengetragenen Informationen zu den Folgen des Bergbaus und dem heutigen Umgang mit diesen Risiken \u2013 aufgef\u00fchrt. 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