{"id":1924,"date":"2021-11-10T10:15:06","date_gmt":"2021-11-10T09:15:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fwa-ffo.de\/wp2\/?page_id=1924"},"modified":"2022-03-21T12:40:20","modified_gmt":"2022-03-21T11:40:20","slug":"historie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.fwa-ffo.de\/wp2\/ueber-uns\/chronik\/historie\/","title":{"rendered":"Historie"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"1924\" class=\"elementor elementor-1924\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-f3547ea elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"f3547ea\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-0f85f48\" data-id=\"0f85f48\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7cde18b elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"7cde18b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Historie<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-8f7a17d elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"8f7a17d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6e35bb6 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"6e35bb6\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Wasserversorgung in Frankfurt (Oder)<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-ece1938 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"ece1938\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-2b1171f elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"2b1171f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Die Wasserwirtschaft der Stadt Frankfurt (Oder) vom 13. bis zum 17. Jahrhundert<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-07847db elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"07847db\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f829cfb elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f829cfb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Gr\u00fcndungsurkunde der Stadt Frankfurt (Oder), vom Markgrafen Johann I. von Brandenburg, tr\u00e4gt das Datum 12. Juli 1253.<\/p>\n<p>Das Stadtgebiet und die Landschaft, die es umgibt, haben durch die erste Eisr\u00fcckzugsphase der letzten Eiszeit ihre haupts\u00e4chliche Auspr\u00e4gung erhalten. Gro\u00dfe Teile des sp\u00e4teren mittelalterlichen Stadtgebietes waren zuvor versumpft und nicht ohne Weiteres \u00fcberquerbar. Im Bereich der heutigen Rosa-Luxemburg-Stra\u00dfe war die einzige Stelle, wo man einigerma\u00dfen trockenen Fu\u00dfes vom Westen her das Ufer der Oder erreichen konnte. Zum Siedeln war das Stadtgebiet also keinesfalls g\u00fcnstig; von handels\u00f6konomischen und verkehrstechnischen Gesichtspunkten her gesehen, hatte der Ort dagegen un\u00fcbersehbare Vorteile. Hier waren der Bau einer Br\u00fccke sowie der Ausbau von gut zu nutzenden Anlegepl\u00e4tzen zum Be- und Entladen von Flussk\u00e4hnen m\u00f6glich. Neben diesem g\u00fcnstigen Fluss\u00fcbergang, den bald nach seiner Besiedlung viele Stra\u00dfen anliefen und der von seiner allgemeinen sowie geographischen Lage der einzig wirklich gute Oder\u00fcbergang in Norddeutschland war, m\u00fcssen auch die nahe der Stadt in gef\u00e4llereichen Seitent\u00e4lern zur Oder hin flie\u00dfenden B\u00e4che des M\u00fchlen-, Klingetales usw., die die Anlage von vielen Wasserm\u00fchlen erm\u00f6glichten, genannt werden.<\/p>\n<p>Die Nutzung der Wasserkraft zu gewerblichen Zwecken und zum Mahlen von Korn war, wie selten in einer anderen Stadt, in gro\u00dfem Ma\u00dfe betrieben worden.<\/p>\n<p>Die Anstrengungen, welche von den Neusiedlern zum Ausbau der Stadt unternommen wurden, waren enorm. Zuerst einmal musste der \u00e4u\u00dfere Stadtgraben angelegt werden, um die Quellw\u00e4sser abzufangen und geradewegs in die Oder zu leiten.<\/p>\n<p>Als der Gartenbaumeister Lenn\u00e9 (1834 \u2013 1844) das Gel\u00e4nde der Stadtgr\u00e4ben zu einem Park umgestaltete, stellten ihn diese Quellen, die noch zu der Zeit pro Minute 40.000 Liter Wasser lieferten, vor fast unl\u00f6sbare Aufgaben. Der \u00e4u\u00dfere Stadtgraben war durch einen starken Wall, der in einem Rest im Stadtpark noch erhalten geblieben ist, vom inneren Stadtgraben getrennt, welcher danach angelegt wurde, um die Abw\u00e4sser von den Pfuhlstellen usw. in die Oder f\u00fchren zu k\u00f6nnen, die ja nicht oberfl\u00e4chlich abgeleitet werden konnten. Beide Stadtgr\u00e4ben waren etwa 20 m breit sowie 7 \u2013 8 m tief und der Wall zwischen ihnen besa\u00df eine Krone von ungef\u00e4hr 15 m Breite.<\/p>\n<p>Die Gr\u00e4ben endeten am sp\u00e4teren Gubener Tor der Stadtanlage blind und wurden vor ihrem Abfluss in die Oder an der Nordwegstrecke der Stadtanlage durch unterschiedlich hohe Wehre angestaut. Die Befestigungsanlagen passten sich genau den topographischen Verh\u00e4ltnissen an, da die Befestigungsanlagen gleichzeitig eine Voraussetzung f\u00fcr die Trockenlegung des Stadtgebietes waren.<\/p>\n<p>In dem aufgef\u00fcllten Pfuhlgel\u00e4nde verlegte man Dr\u00e4nagerinnen, die nahe der heutigen Rosa-Luxemburg-Stra\u00dfe in einer Faschinenpackung m\u00fcndeten, welche das Wasser in den inneren Stadtgraben leitet. Bei den Dr\u00e4nagerinnen handelte es sich um gespaltene und im Durchmesser etwa 60 cm starke Kiefernst\u00e4mme, die mittels gl\u00fchender Steine ausgebrannt worden waren. Sie wurden mit armstarken gespaltenen Baumst\u00e4mmen oder grob zurechtgehauenen Bohlen \u00fcberdeckt, die auf Querh\u00f6lzern lagen. Die trogf\u00f6rmigen Rinnen waren einfach auf Sto\u00df zusammengesetzt worden, w\u00e4hrend die Abdeckh\u00f6lzer an den Enden angespitzt worden sind, um sie miteinander verzahnen zu k\u00f6nnen. St\u00e4rkere Kn\u00fcppel oder schwache Rundh\u00f6lzer sind in Abst\u00e4nden seitlich der Rinnen in den Boden getrieben worden, damit die Abdeckung derselben nicht verrutschen konnte. Dieses Dr\u00e4nagesystem muss zwischen 1270 und 1280 verlegt worden sein.<\/p>\n<p>1348 war das gesamte Gebiet nahezu um 1,50 m erh\u00f6ht worden und da gro\u00dfe Teile durch den Angriff Kaiser Karl IV. zerst\u00f6rt worden waren, versenkte man erneut Rinnen, welche zum Teil zuf\u00e4llig \u00fcber die \u00e4lteren zu liegen kamen. Diese waren wieder aus Kiefern von 60 cm Durchmesser hergestellt und dabei vollkommen ausgedrechselt worden.<\/p>\n<p>Anfang des 16. Jahrhunderts wurde im gleichen ehemaligen Pfuhlgebiet erneut eine Dr\u00e4nageanlage, diesmal aber aus rund 10 cm stark durchbohrten Kiefernst\u00e4mmen von 20 bis 25 cm Durchmesser und 4 m L\u00e4nge verlegt. Die Sto\u00dfstellen waren bei der Abflussleitung durch jene altbekannten Eisenmuffen verbunden, die auch bei Trinkwasserleitungen in anderen St\u00e4dten verwendet wurden. Diese Abflussleitung, welche einwandfrei ein Gef\u00e4lle zum inneren Stadtgraben hin aufwies, lag wieder an der gleichen Stelle, an der die fr\u00fcheren Faschinenpackungen gelegen hatten.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Wasserversorgung wurden vom 13. bis zum fr\u00fchen 15. Jahrhundert von der \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerung in den feuchten Gebieten der Stadt primitive Fasssch\u00f6pfbrunnen gebraucht. Auch regelrechte Tiefbrunnen, die aus einem Sickerkasten und dar\u00fcber gepackter runder Brunnenrohre bestanden, wurden den seit der Stadtgr\u00fcndung bis zum 16. Jahrhundert hin verwendet. Der viereckige Sickerkasten, dessen Ger\u00fcst aus vier vierkantigen Eckpfeilern sowie darin eingezapften und mit Holzn\u00e4geln befestigten Innenstreben unten wie oben bestand, wurde au\u00dfen von ineinander genuteten Bohlen glatt abgeschlossen. Der so genannte Sickerkasten hatte lediglich den Zweck, beim Ausschachten des Brunnens und dem Einsetzen der gepackten Brunnenrohre als Hilfsmittel zu dienen. Die angesch\u00e4rften unteren Enden der Bohlen des Sickerkastens wurden beim Vertiefen des Brunnens n\u00e4mlich st\u00e4ndig unterw\u00fchlt und der ganze Kasten durch die Last der Brunnenwandung dabei immer weiter nach unten gedr\u00fcckt.<\/p>\n<p>Statt der Steinpackung wurden auch lange viereckige Holzsegmente f\u00fcr die Brunnenverschalung benutzt, die im Prinzip wie die Sickerk\u00e4sten konstruiert waren. Diese holzverschalten Brunnen waren innen und au\u00dfen geteert und lie\u00dfen so das obere verunreinigte Sickerwasser nicht eindringen. In den feuchten Gebieten, wo der Wasserdruck auf die Brunnenwandung zu stark war, benutzte man vom 15. Jahrhundert an zwei Ausschalungen f\u00fcr die Brunnen, deren etwa 30 cm starke Zwischenschicht aus klarem und feinstem Sand als Filter fungierte.<\/p>\n<p>Im sp\u00e4ten 16. und fr\u00fchen 17. Jahrhundert benutzte man zum Brunnenbau trapezf\u00f6rmige Ziegelsteine, die rund gepackt werden konnten. Sie wurden auf einem stabilen Holzring aufgebaut, der zum Unterw\u00fchlen, also zum Einsenken der gepackten Brunnenrohre diente. Die meisten waren als Ziehbrunnen konstruiert und besa\u00dfen eine Handwinde.<\/p>\n<p>Als Abfall- und F\u00e4kaliengruben wurden alte Brunnen jeder Art benutzt. Gruben mit Bohlenverschalungen hielten sich bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts. Danach wurden die Abfallgruben vorwiegend mit Ziegelsteinen ausgepackt und ausgemauert. Alte eingedeckte F\u00e4kalien- und Abfallgruben, Jauchegruben usw. lagen h\u00e4ufig nahe den Wasserbrunnen, so dass deren Verseuchung gro\u00df war und so Epedemien regelrecht provoziert wurden. Au\u00dferdem waren die Abfallgruben wahre Brutst\u00e4tten f\u00fcr Fliegen und M\u00fccken. Ferner waren sie ein Eldorado f\u00fcr M\u00e4use und Ratten, die darin ihr ganzes Leben verbrachten.<\/p>\n<p>Erst mit der Gr\u00fcndung der Universit\u00e4t (1506) scheint man die Stadt in dieser Beziehung \u00f6fter saniert zu haben, denn ab dieser Zeit wurden die Abfallgruben regelm\u00e4\u00dfig mit ungel\u00f6schtem Kalk \u00fcberdeckt.<\/p><p><br><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-568205d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"568205d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Beginn und Ausbau einer zentralen Wasserversorgung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-032ec38 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"032ec38\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0c7a97e elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0c7a97e\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div>Der Bau einer zentralen Wasserversorgung konnte von der Stadtverordnetenversammlung nicht bewilligt werden, da die daf\u00fcr notwendigen hohen Summen bei dem damaligen Finanzzustand der Stadt nicht aufzubringen waren. Da aber die Einrichtung einer Wasserversorgung f\u00fcr die Stadt Frankfurt (Oder) \u201enicht blo\u00df manche Annehmlichkeiten bereitet, sondern derselben geradezu Bed\u00fcrfnis ist\u201c, nahm die Stadtverwaltung Anfang 1872 Verhandlungen mit der Continental Aktien-Gesellschaft f\u00fcr Wasser- und Gasanlagen in Berlin auf, die \u00fcber Vertragsabschl\u00fcsse zum Bau der zentralen Wasserversorgung f\u00fchrten.<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Seit 1873 wurden die Arbeiten an der Wasserleitung z\u00fcgig durchgef\u00fchrt. Bem\u00e4ngelt wurde \u201edie Verw\u00fcstung der Stra\u00dfen\u201c, da das Pflaster nicht in dem urspr\u00fcnglichen Zustand wiederhergestellt wurde.<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Trotz der unbestrittenen Vorteile, die eine zentrale Wasserversorgung mit sich brachte, klagte das \u201eFrankfurter Patriotische Wochenblatt\u201c am 25. Oktober 1873 dar\u00fcber, dass das Projekt \u201eso wenig wirkliche Freunde, ja sogar entscheidene Feinde hat\u201c.<\/div><p>Am 29. Juli 1874 bestand ein Teil des Rohrnetzes die Probepr\u00fcfung, die vorangegangenen Proben lieferten einige Rohrbr\u00fcche. Das Wasserwerk wurde nach den Entw\u00fcrfen unter Leitung des sp\u00e4teren langj\u00e4hrigen Direktors, Baurat Schmetzer, mit einem Kostenaufwand von 1.081.593 Mark in den Jahren 1872 bis 1874 erbaut und am 14. September 1874 in Betrieb genommen. Die Stadt Frankfurt (Oder) hatte damals 45.000 Einwohner. Das Wasserwerk versorgte die Stadt mit Grundwasser und war f\u00fcr eine Tagesleistung von 6.000 m\u00b3 eingerichtet. Das Wasser wurde etwa 250 Meter von der Oder entfernt aus drei gemauerten Brunnen entnommen. Ein vierter gr\u00f6\u00dferer Brunnen, der mit den drei ersten durch eine Leitung in Verbindung stand, diente als Sch\u00f6pfbrunnen.<\/p><p>Aus diesem f\u00f6rderten zwei tiefliegende Kolbenpumpen das Wasser in die Rohrnetze der beiden Druckzonen, an deren Ende sich der Hochdruckbeh\u00e4lter (Alter Wasserturm am ehemaligen Wintergarten) und der Niederdruckbeh\u00e4lter (Erdbeh\u00e4lter neben dem Turm) befanden. Der Antrieb der Pumpen erfolgte direkt von den dar\u00fcber stehenden Dampfmaschinen. Am 27. Februar 1876 ging das Werk f\u00fcr 750.000 Mark an die am gleichen Tag gegr\u00fcndete Aktien-Gesellschaft Wasserwerk zu Frankfurt (Oder) \u00fcber.<\/p><p>Das Grundwasser enthielt pro Liter bis zu 5 mg Eisen und 2 mg Mangan, welche Tr\u00fcbungen des Wassers verursachten. Die Enteisenung und Entmanganisierung waren in damaliger Zeit noch mit gro\u00dfen Schwierigkeiten verbunden und so zog man das weit weniger eisenhaltige Oderwasser vor. Zur Reinigung des Oderwassers wurden die ersten drei Filter im September 1889 in Betrieb genommen, gleichzeitig mit ihnen ein neu erbauter Reinwasserbeh\u00e4lter sowie ein Reinwasserbrunnen und die erste Heberleitung mit Siebbrunnen und Einlauf an der Oder.<\/p><p>Im Jahre 1893, welches auf das Cholerajahr folgte, richtete das Wasserwerk ein Laboratorium ein, in welchem die seitdem vorgeschriebenen bakteriologischen und auch sonstigen chemischen Wasseruntersuchungen gemacht wurden.<\/p><p>Nach Vollendung der steinernen Oderbr\u00fccke wurde auch die damalige Dammvorstadt im Jahre 1895 mit Trinkwasser versorgt. Im Jahre 1897 wurde eine kleine Pumpanlage in der heutigen Leipziger Stra\u00dfe, welche der h\u00f6chstgelegenen Stadtteil zu versorgen hatte, in Betrieb genommen. 1903 bis 1904 vollendete man das neue Maschinenhaus, einen neuen Dampfkessel, den Hochdruckbeh\u00e4lter sowie den neuen Wasserturm Heinrich-Hildebrand-Stra\u00dfe. In letzterem befand sich das H\u00f6chstdruckwerk, welches das Wasser aus dem daneben gelegenen Hochdruckbeh\u00e4lter zum zweiten Mal hob.<\/p><p>1920 wurden die beiden alten Pumpmaschinen und die Zentrifugalpumpen durch zwei elektrisch betriebene Pumpenaggregate mit einer Stundenleistung von 300 m\u00b3 ersetzt, so dass zwei voneinander unabh\u00e4ngige Antriebsarten (Dampf- und Elektroantrieb) zur Verf\u00fcgung standen.<\/p><p>Am 2. April 1921 ging das Wasserwerk in den Besitz der Stadtgemeinde Frankfurt (Oder) \u00fcber. Das Werk hatte zu dieser Zeit 25 Angestellte und 70 bis 85 Arbeiter, die im Werk und am Netz besch\u00e4ftigt waren. Zur Reinigung der Filter waren st\u00e4ndig 20 Arbeiter erforderlich.<\/p><p>1924 gab es 9 Filter mit 5 115 m\u00b2 Fl\u00e4che, die t\u00e4glich eine Wassermenge von 12.000 m\u00b3 reinigen konnten. Das Rohrnetz von Frankfurt (Oder) hatte 1924 eine L\u00e4nge von 80 km mit Nennweiten der Versorgungsleitungen von NW 80 bis NW 380. Die Betriebskosten f\u00fcr das gef\u00f6rderte und gereinigte Wasser wurden auf den Monat November 1920 wie folgt angegeben:<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c98bd7d elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"c98bd7d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"c98bd7d\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-c98bd7d\" data-id=\"c98bd7d\"><tbody><tr><td><p><br><\/p><\/td><td><p><strong>Elektro<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Dampf<\/strong><\/p><\/td><\/tr><tr><td>Hochdruck<\/td><td>24,15 Pfg.<\/td><td>31,99 Pfg.<\/td><\/tr><tr><td>Niederdruck<\/td><td>16,40 Pfg.<\/td><td>21,87 Pfg.<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f59a96d elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"f59a96d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-bd2bcc5 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"bd2bcc5\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>In den Jahren 1919 bis 1924 wurden im gesamten Stadtgebiet Wassermesser eingebaut.<\/p><p>1926 ging man dazu \u00fcber, den Forderungen der Hygiene Rechnung tragend, die Grundwasserversorgung auszubauen. 1927 wurde deshalb eine Enteisenungs-, Entmanganisierungs- und Ents\u00e4uerungsanlage in Betrieb genommen. Sie hatte eine Leistung von 450 m\u00b3\/h. Von nun ab wurde der Wasserbedarf der Stadt im Winter ganz und im Sommer zu 75 Prozent aus Grundwasser gedeckt. F\u00fcr die Grundwasserentnahme waren 6 Kiessch\u00fcttungsbrunnen, etwa 20 m tief, gebohrt worden, von denen \u00fcber eine Heberleitung das Wasser dem Sammelbrunnen zugef\u00fchrt wurde. Bis 1947 erfolgten Erweiterungen auf 14 Brunnen und eine zweite Heberleitung.<\/p><p>In den Jahren 1925 und 1927 wurde dem Wasserwerk das Verwaltungsgeb\u00e4ude Lindenstra\u00dfe 18 und das Wohnhaus Gubener Stra\u00dfe 31 b zugesprochen.<\/p><p>Die Wasserversorgungsanlage der Stadt wurde 1932 durch den Hochdruckbeh\u00e4lter (5.000 m\u00b3 Inhalt) auf dem Gel\u00e4nde des neuen Wasserturms, Heinrich-Hildebrand-Stra\u00dfe, und 1938 druch den Nuhnenwasserturm (400 m\u00b3 Inhalt) erweitert.<\/p><p>\u00a0<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c3cbc2a elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"c3cbc2a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Entwicklung der Einwohner und der Wasserf\u00f6rderung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e245519 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"e245519\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a07bed5 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"a07bed5\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"a07bed5\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-a07bed5\" data-id=\"a07bed5\"><tbody><tr><td><p><br><\/p><\/td><td><\/td><td><p><strong>Jahresf\u00f6rderung<\/strong><\/p><\/td><td><p><strong>Tagesf\u00f6rderung<\/strong><\/p><\/td><td><\/td><td><\/td><\/tr><tr><td>Jahr<\/td><td>Einwohner<\/td><td>Tm\u00b3\/a<\/td><td>max.<\/td><td>min.<\/td><td>Durchschnitt<\/td><\/tr><tr><td>1876<\/td><td>47.000<\/td><td>170<\/td><td>\u2013<\/td><td>\u2013<\/td><td>465<\/td><\/tr><tr><td>1889<\/td><td>54.000<\/td><td>846<\/td><td>3.917<\/td><td>1.124<\/td><td>2.317<\/td><\/tr><tr><td>1898<\/td><td>59.100<\/td><td>1.320<\/td><td>5.581<\/td><td>2.029<\/td><td>3.615<\/td><\/tr><tr><td>1909<\/td><td>68.900<\/td><td>2.143<\/td><td>7.985<\/td><td>3.792<\/td><td>5.855<\/td><\/tr><tr><td>1913<\/td><td>70.350<\/td><td>3.218<\/td><td>11.773<\/td><td>6.025<\/td><td>8.834<\/td><\/tr><tr><td>1919<\/td><td>69.000<\/td><td>4.010<\/td><td>13.459<\/td><td>8.883<\/td><td>10.987<\/td><\/tr><tr><td>1920<\/td><td>70.550<\/td><td>3.310<\/td><td>11.486<\/td><td>4.929<\/td><td>9.143<\/td><\/tr><tr><td>1922<\/td><td>73.194<\/td><td>2.553<\/td><td>10.129<\/td><td>4.180<\/td><td>6.995<\/td><\/tr><tr><td>1929<\/td><td>75.000<\/td><td>3.418<\/td><td>12.973<\/td><td>5.596<\/td><td>9.365<\/td><\/tr><tr><td>1937<\/td><td>80.000<\/td><td>3.636<\/td><td>16.100<\/td><td>5.900<\/td><td>10.000<\/td><\/tr><tr><td>1943<\/td><td>84.000<\/td><td>4.763<\/td><td>19.670<\/td><td>9.920<\/td><td>13.000<\/td><\/tr><tr><td>1948<\/td><td>55.000<\/td><td>3.439<\/td><td>14.050<\/td><td>7.530<\/td><td>9.420<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5334661 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"5334661\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-31d972b elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"31d972b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div>Interessant ist es noch zu wissen, dass im Jahre 1923 ein Konkurrenzkampf zwischen dem Elektrizit\u00e4tswerk und dem Wasserwerk in Frankfurt (Oder) stattfand, w\u00e4hrend welchem das Wasserwerk ein halbes Jahr lang keinen Strom abnahm und nur die Dampfmaschinen fuhr.<\/div><div>\u00a0<\/div><p>\u00dcber die Entlohnung der Arbeiter geht aus den vorhandenen Unterlagen nur so viel hervor,<br \/>dass sie 1923 12 Mark pro Woche erhielten und 1929 die Entlohnung wie folgt gestaffelt war:<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-145efdd elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"145efdd\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-99d8566 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"99d8566\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" 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class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-94e8777 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"94e8777\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">\u00dcberwindung der im 2. Weltkrieg entstandenen Sch\u00e4den an den Wasserversorgungsanlagen<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-aa76c16 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"aa76c16\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f0ac197 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"f0ac197\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Die Stadt Frankfurt (Oder) war am Kriegsende zu etwa 70 Prozent zerst\u00f6rt. In den Apriltagen 1945 fl\u00fcchtete der gr\u00f6\u00dfte Teil des leitenden Personals des Wasserwerkes. Nur Arbeiter verblieben im Werk und hielten auch w\u00e4hrend des Einzuges sowjetischer Truppen in die Stadt die Versorgung mit Trinkwasser aufrecht in den durch Zerst\u00f6rungen der Anlagen und des Netzes bedingten Grenzen.<\/p><p>Die Wasserverluste in diesem Werk betrugen 1945 etwa 50 Prozent und konnten bereits 1946 auf 25 Prozent und bis 1955 auf 10 Prozent gesenkt werden.<\/p><p>Da f\u00fcr den Betrieb des Wasserwerkes kein Strom zur Verf\u00fcgung stand, wurden die Dampfmaschinen in Gang gebracht. Zur Inbetriebnahme der Zwischenpumpstation in der Heinrich-Hildebrand-Stra\u00dfe, die der Versorgung der H\u00f6chstdruckzonen I und II diente, ist im Freien eine Dampfmaschine aufgestellt worden.<\/p><p>Der Nuhnenwasserturm ist durch die deutsche Wehrmacht gesprengt und v\u00f6llig zerst\u00f6rt worden. Deshalb musste die im Freien aufgestellte Dampfmaschine st\u00e4ndig in Betrieb sein. Dieser Zustand wurde 1951 durch die Fertigstellung des neu erbauten Wasserturmes, der \u201eFriedensturm\u201c benannt wurde, ver\u00e4ndert.<\/p><p>Die zum Teil erheblichen Sch\u00e4den am Rohrnetz \u2013 es waren etwa 100 Rohrbr\u00fcche festgestellt worden \u2013 konnten im Wesentlichen bis zum Herbst 1945 mit vorhandenem Material beseitigt werden.<\/p><p>Die sowjetische Stadtkommandantur hatte wesentlichen Einfluss auf die Stabilisierung der Wasserversorgung genommen. Der Befehl 209 sah die Errichtung von drei neuen Brunnen 1948 und zwei Brunnen 1949 vor sowie die Erweiterung des Stra\u00dfenrohrnetzes um 2,25 km, um Neusiedlerstellen im Stadtteil Kliestow mit Wasser versorgen zu k\u00f6nnen.<\/p><p>Der langj\u00e4hrige und verdienstvolle Arbeiter, Kollege Palm, schilderte die Situation 1945 folgenderma\u00dfen: \u201eIm Park vor dem Spiritushospital war das 380-HN-Hauptrohr zerschlagen. Meine Aufgabe war, so schnell wie m\u00f6glich die Rohrsch\u00e4den zu beseitigen, und so zog ich mit einem gro\u00dfen Handwagen und sechs bis acht Mann los.<\/p><p>Im Gr\u00fcnen Weg waren f\u00fcnf Bombentrichter, worin das Versorgungsrohr zum Oderlandkrankenhaus zerst\u00f6rt lag. Die Rote Armee brauchte f\u00fcr ihre verwundeten Soldaten unbedingt Wasser. Nach kurzer Zeit konnten wir mit Unterst\u00fctzung der Roten Armee einen Teil von Frankfurt (Oder) mit Wasser versorgen. Bis Ende 1945 klappte die Trinkwasserversorgung f\u00fcr ganz Frankfurt (Oder) wieder\u201c.<\/p><p>Das Rohrnetz hatte Ende 1945 eine L\u00e4nge von 100.500 Metern.<\/p><p>In ihm eingebaut waren:<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6a0ef9b elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"6a0ef9b\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"6a0ef9b\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-6a0ef9b\" data-id=\"6a0ef9b\"><tbody><tr><td>820<\/td><td>Schieber<\/td><\/tr><tr><td>646<\/td><td>Unterflurhydranten<\/td><\/tr><tr><td>58<\/td><td>\u00dcberflurhydranten<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e4eae66 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"e4eae66\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9c6a567 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"9c6a567\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Es gab zu dieser Zeit vier Druckzonen:<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-852e043 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"852e043\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"852e043\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-852e043\" data-id=\"852e043\"><tbody><tr><td>die Niederdruckzone<\/td><td>(+ 26 m \u00fcber NN)<\/td><\/tr><tr><td>die Hochdruckzone<\/td><td>(+ 56 m \u00fcber NN)<\/td><\/tr><tr><td>das H\u00f6chstdruckgebiet I<\/td><td>(+ 70 m \u00fcber NN)<\/td><\/tr><tr><td>das H\u00f6chstdruckgebiet II<\/td><td>(+ 90 m \u00fcber NN)<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e696198 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"e696198\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-e98352d elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"e98352d\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Die Wasserversorgung in der DDR<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-c05ed61 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"c05ed61\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6dde5ad elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6dde5ad\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Das Wasserwerk und seine Anlagen waren am 1. Januar 1949 dem Kommunalen Wirtschaftsunternehmen (KWU) zugeordnet worden. Die Verordnung \u00fcber die Organisation der Wasserwirtschaft vom 28. August 1952 stellte die Wasserwirtschaft gem\u00e4\u00df ihrer wirtschaftlichen Bedeutung auf eigene F\u00fc\u00dfe. So wurde 1952 der VEB (K) Wasserwirtschaft Frankfurt (Oder) gebildet, der nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Rechnungsf\u00fchrung arbeitete und f\u00fcr die Wasserversorgung der Stadt, einschlie\u00dflich Abwasserfortleitung und -behandlung, zust\u00e4ndig war. Der Betrieb wurde dem Rat der Stadt Frankfurt (Oder) unterstellt.<\/p><p>Ab 1953 wurden die der Bezirksstadt Frankfurt (Oder) eingemeindeten D\u00f6rfer Pagram, Lichtenberg, Markendorf und Markendorf-Siedlung mit Trinkwasser versorgt.<\/p><p>Zur Rationalisierung der Materialversorgung war der VEB (K) Wasserwirtschaft Frankfurt (Oder) zum Materialleitbetrieb bestimmt worden und hatte f\u00fcr den s\u00fcdlichen Teil des Bezirkes Frankfurt (Oder) den Bedarf an wasserwirtschaftlichen Ausr\u00fcstungen, Ger\u00e4ten und Materialien zu erfassen, zu planen und zu beschaffen.<\/p><p>An vielen Kleinwasserwerken des Bezirkes Frankfurt (Oder) traten durch Kriegseinwirkungen Sch\u00e4den auf. Den \u00f6rtlichen R\u00e4ten fehlte vielfach Sachkenntnis, die Instandsetzung und Unterhaltung dieser kleinen Wasserwerke in den Gemeinden zu gew\u00e4hrleisten.<br>Deshalb wurde der VEB (K) Wasserwirtschaft Frankfurt (Oder), als leistungsf\u00e4higer kommunaler Wasserwirtschaftsbetrieb, 1956 zum technischen Leitbetrieb bestimmt. Seine Aufgabe war es, die den \u00f6rtlichen R\u00e4ten unterstellten Kleinwasserwerke auf der Grundlage von Betreuungsvertr\u00e4gen in technischen Angelegenheiten zu betreuen. Der VEB (K) Wasserwirtschaft Frankfurt (Oder) betreute den n\u00f6rdlichen Teil des Kreises Eisenh\u00fcttenstadt (Land) und den s\u00fcdlichen Teil des Kreises Seelow.<\/p><p>Zur Sicherung einer kontinuierlichen Wasserversorgung, auch in den Sommermonaten, wurde die Pumpstation Heinrich-Hildebrand-Stra\u00dfe (heutige Robert-Havemann-Stra\u00dfe) rekonstruiert und in den Jahren 1955 und 1956 Rohrnetzverst\u00e4rkungen in der Nuhnenstra\u00dfe, in der Birnbaumsm\u00fchle und der Georg-Richter-Stra\u00dfe bis zur ehemaligen Konservenfabrik durchgef\u00fchrt. Der Aufbau der zerst\u00f6rten Innenstadt ging z\u00fcgig voran. Industriebetriebe in der Herbert-Jensch-Stra\u00dfe nahmen die Produktion auf.<\/p><p>Deshalb wechselte man von 1957 bis 1964 die Rohrleitungen vom Platz der Republik bis zum Schlachthof durch solche gr\u00f6\u00dferen Dimensionen aus. Die Kliestower Stra\u00dfe mit Nebenstra\u00dfen wurden an das Wasserversorgungsnetz angeschlossen.<br>Ab 1959 erfolgten systematische Rohrnetzauswechslungen im gesamten Stadtgebiet.<\/p><p>Gr\u00f6\u00dfere Wohnkomplexe entstanden ab 1961 am Weinbergweg\/Traubenweg und am Baumschulenweg. Im Zusammenhang mit dieser Baut\u00e4tigkeit stand die wasser- und abwasserseitige Erschlie\u00dfung dieser Wohngebiete.<\/p><p>Zur Deckung des zunehmenden Wasserbedarfes sind ab 1947 neue Kiessch\u00fcttungsbrunnen im Gel\u00e4nde der vorhandenen Brunnengalerie abgeteuft worden. In den Jahren 1953\/54, 1956\/57 und 1962\/63 entstanden neue Brunnengalerien.<\/p><p>Die Brunnen wurden mit Unterwasser-Motorpumpen (Uta-Pumpen) ausger\u00fcstet, die entweder in Sammelbrunnen oder in die Langsamfilter einspeisten. Vor den offenen Langsamfiltern wurde das Rohwasser verspr\u00fcht, so dass durch die Einwirkung des Luftsauerstoffs ein Ausscheiden von Eisen und Mangan erreicht wurde.<\/p><p>Im Wasserwerk waren die Kolbenpumpen inzwischen demontiert worden. Neue, leistungsf\u00e4hige Pumpen (650 m\u00b3\/h) wurden installiert. Eine neue Hauptleitung in der Dimension NW 300 war vom Werk zu den Erdbeh\u00e4ltern am neuen Wasserturm (heutige Robert-Havemann-Stra\u00dfe) verlegt worden, desgleichen eine Verbindungsleitung NW 250 mm vom alten (ehemals Wintergarten\/M\u00fchlenweg) zum neuen Wasserturm.<\/p><p>Trotz dieser und anderer umfangreicher Rekonstruktionsma\u00dfnahmen konnte der Wasserbedarf in den Sommermonaten der Jahre ab 1959 nicht immer gedeckt werden.<\/p><p>Die Kapazit\u00e4t des Wasserwerkes betrug 1959 im 24-Stunden-Betrieb 14.400 m\u00b3\/d. Der Bedarf der etwa 56.000 Einwohner und der Industrie betrug im Durchschnitt jedoch schon 14.900 m\u00b3\/d. Die nachstehende \u00dcbersicht m\u00f6ge das verdeutlichen:<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-d3a3b5c elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"d3a3b5c\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-a507b44 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"a507b44\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"a507b44\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-a507b44\" data-id=\"a507b44\"><tbody><tr><td>Jahr<\/td><td>Wasserf\u00f6rderung in %<\/td><td>Kapazit\u00e4tsauslastung in %<\/td><\/tr><tr><td>1954<\/td><td>100<\/td><td>78<\/td><\/tr><tr><td>1955<\/td><td>103<\/td><td>80<\/td><\/tr><tr><td>1956<\/td><td>100<\/td><td>79<\/td><\/tr><tr><td>1957<\/td><td>107<\/td><td>83<\/td><\/tr><tr><td>1958<\/td><td>115<\/td><td>89<\/td><\/tr><tr><td>1959<\/td><td>132<\/td><td>103<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b86b3bb elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"b86b3bb\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1539d17 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"1539d17\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div>Es wurde beschlossen, ein zweites Wasserwerk zu bauen. Als Standort dieses Wasserwerkes ist ein Gebiet bei Briesen ausgesucht worden, das im Berliner Urstromtal liegt.<\/div><div>\u00a0<\/div><div>Das Wasserwerk Briesen wurde 1969 in Betrieb genommen. Damit sollte die Wasserversorgung von Frankfurt (Oder) auf ein qualitativ stabiles Dargebot aus dem Grundwasser abgedeckt werden.<\/div><div>\u00a0<\/div><p>Das Wasserwerk wurde f\u00fcr eine Kapazit\u00e4t von 40.400 m\u00b3\/d gebaut. Es war das gr\u00f6\u00dfte und modernste Wasserwerk im VEB Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Frankfurt (Oder).<\/p><p>Zum Wasserwerk geh\u00f6rten: <\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-432c509 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"432c509\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"432c509\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-432c509\" data-id=\"432c509\"><tbody><tr><td>52<\/td><td>Hebebrunnen<\/td><\/tr><tr><td>2<\/td><td>Sammelbrunnen<\/td><\/tr><tr><td><p>1<\/p><p><br><\/p><p><br><\/p><\/td><td><p>geschlossene Druckfilteranlage mit 12 Filtern Zwischenbeh\u00e4lter mit 3.000 m\u00b3 <\/p><p>Kontroll- und Steuerwarte.<\/p><\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-04e7974 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"04e7974\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-66d90cf elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"66d90cf\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Mit dem Wasserwerk wurde auch eine ca. 18 km lange Fernleitung DN 800 Spannbeton zwischen dem Wasserwerk und Rosengarten sowie die aus 4 St\u00fcck Erdbeh\u00e4lter mit je 5.000 m\u00b3 Inhalt bestehende Hochbeh\u00e4ltergruppe fertiggestellt.<\/p><p>Schon Monate nach Inbetriebnahme war ein R\u00fcckgang im Dargebot festzustellen. Nach umfangreichen Untersuchungen wurde festgestellt, dass das am Ort verf\u00fcgbare Grundwasserdargebot nicht dem f\u00fcr die Planung ermittelten entsprach, da die Rohwasserfassung in einem Grundwasserspeicher angelegt wurde.<\/p><p>Bereits 1968\/69 wurde zur St\u00fctzung des alten Wasserwerkes in der damaligen Oderallee ein provisorisches Wasserwerk (WW la) mit geschlossener Druckfiltration errichtet. Die mit Errichtung des WW Briesen (WW II) geplante Au\u00dferbetriebnahme des WW I und Ia wurde auf Grund der Probleme im WW II nicht vorgenommen.<\/p><p>Der weiterhin steigende Wasserbedarf in Frankfurt (Oder) und Umgebung zwang zu Stabilisierungsma\u00dfnahmen im Wasserwerk Briesen. So wurde schon 3 Jahre nach Inbetriebnahme eine provisorische Infiltration von Spreewasser durchgef\u00fchrt.<\/p><p>1976 wurde eine wasserwirtschaftliche Genehmigung zur Entnahme von Spreewasser zur Infiltration erteilt, um somit die installierte Kapazit\u00e4t zu erreichen.<\/p><p>Diese Genehmigung war Grundlage f\u00fcr den Bau von 4 Infiltrationsbecken und eines Entnahmepumpwerkes 1980 \u2013 1982.<br>Der vorhandene hydrogeologische Speicher wurde \u00fcber ein rechnergest\u00fctztes Programm, das im VEB WAB daf\u00fcr entwickelt wurde, bewirtschaftet. Damit erfolgt auch heute noch der Betrieb der Anlage.<\/p><p>Mit der Inbetriebnahme des WW Briesen und dem HB Rosengarten ver\u00e4nderte sich auch die Rohrnetzstruktur der Stadt. W\u00e4hrend das WW I mehr und mehr auf die Versorgung der Niederdruckzone zur\u00fcckgefahren wurde, wurden die Wohnungsneubaugebiete Kopernikusstra\u00dfe, Hansa Nord, Neuberesinchen \u00fcber Rosengarten versorgt.<\/p><p>W\u00e4hrend \u00fcberwiegend das Beh\u00e4lterdruckniveau f\u00fcr die Versorgung ausreichend war, mussten dennoch 5 Druckstationen errichtet werden.<br>Die Stabilisierung des WW Briesen erm\u00f6glichte auch die Anbindung von 8 Ortsteilen an das Stadtnetz von Frankfurt (Oder); lediglich der OT Lossow wird seit 1966 \u00fcber Brieskow-Finkenheerd versorgt. Auch weitere 12 Gemeinden des Kreises F\u00fcrstenwalde und 5 Gemeinden des Kreises Seelow wurden bis 1988 an den Verbund zum Wasserwerk Briesen angeschlossen.<\/p><p>Diese Erschlie\u00dfungsma\u00dfnahmen wurden fast ausschlie\u00dflich au\u00dferhalb der f\u00fcr den VEB WAB bilanzierten Baukapazit\u00e4ten durch die Kreise und Gemeinden in Eigeninitiative gebaut. Teilweise vorhandene Kleinstwasserwerke wurden au\u00dfer Betrieb genommen, so u. a. Markendorf, Lichtenberg, Pagram, Rosengarten, Petersdorf, Briesen, Heinersdorf, Altzeschdorf.<\/p><p>1979 \u2013 1981 wurde ein Rohrnetzst\u00fctzpunkt am Rande des alten WW-Gel\u00e4ndes gebaut.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6b39dd9 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"6b39dd9\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-9bd0316 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"9bd0316\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Die Wasserversorgung nach der Wiedervereinigung<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-1351c79 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"1351c79\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-71fa898 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"71fa898\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<table class=\"zentrierte-tabelle\">\n<tbody>\n<tr>\n<td>Mit der Gr\u00fcndung der M\u00e4rkischen Wasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH im Mai 1990 wurde die seit 1964 und durch eine Weisung des Ministeriums f\u00fcr Umweltschutz und Wasserwirtschaft 1980 modifiziete terrioriale Struktur aufgehoben und technologisch zusammenh\u00e4ngende Versorgungsgebiete strukturell zusammengef\u00fchrt.<br><br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Ab 1991 \u00fcbernahm die Bereichsdirektion Frankfurt (Oder) auch alle Gemeinden, die vom Wasserwerk Briesen und \u00fcber Frankfurt (Oder) versorgt werden.<br><br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Die Versorgungsgebiete von Eisenh\u00fcttenstadt\/Stadt und vom Landkreis Eisenh\u00fcttenstadt wurden eigenst\u00e4ndige Bereichsdirektionen, die Gemeinden des Kreises Seelow wurden in die Bereichsdirektion Oderbruch eingegliedert.<br><br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1991\/92 wurden f\u00fcr alle Abnehmer Wasserz\u00e4hler eingebaut. Dies f\u00fchrte, in Verbindung mit der Notwendigkeit, kostendeckende Preise zu kalkulieren, zu einem erheblichen R\u00fcckgang des Wasserbedarfes bei der Industrie und Landwirtschaft.<br><br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>1992 erfolgte die Au\u00dferbetriebsetzung des WW Ia, da \u00fcber die geschlossene Druckfiltration die geforderte Trinkqualit\u00e4t nie durchgehend gesichert werden konnte.<br><br><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td>Mit dem 01.06.1993 wurde der Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH (FWA mbH) der wirtschaftlich eingenst\u00e4ndige Betrieb der Versorgungsanlagen per Nutzungs\u00fcberlassungsvertrag \u00fcbertragen. M\u00fcllrose, Pillgram, Jacobsdorf, Biegen, Petersdorf und Sieversdorf waren als kommunale Gesellschafter der FWA mbH beigetreten, die durch die Stadtwerke Frankfurt (Oder) und die VEWA (Vereinigte Wasser GmbH) gegr\u00fcndet wurde.<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-7fef0df elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"7fef0df\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-f760108 elementor-widget elementor-widget-eael-advanced-data-table\" data-id=\"f760108\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"eael-advanced-data-table.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"ea-advanced-data-table-wrap\" data-id=\"f760108\"><div class=\"ea-advanced-data-table-wrap-inner\">\n                <table class=\"ea-advanced-data-table ea-advanced-data-table-static ea-advanced-data-table-f760108\" data-id=\"f760108\"><tbody><tr><td><\/td><td>1876<\/td><td>1943<\/td><td>1949<\/td><td>1973<\/td><td>1993<\/td><\/tr><tr><td>Einwohner in Frankfurt (Oder)<\/td><td>47.000<\/td><td>84.000<\/td><td>55.000<\/td><td>67.800<\/td><td>84.769<\/td><\/tr><tr><td>J\u00e4hrliche F\u00f6rderung in Tm\u00b3\/a<\/td><td>170<\/td><td>4.763<\/td><td>3.439<\/td><td>7.847<\/td><td>9.441<\/td><\/tr><tr><td>Spezifischer Verbrauch in l\/E\/d<\/td><td>10*<\/td><td>155<\/td><td>179<\/td><td>317*<\/td><td>305**<\/td><\/tr><\/tbody><\/table>\n            <\/div><\/div>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-0cc9ea1 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"0cc9ea1\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<div>\u00a0<\/div><div>Legende:<\/div><p>* \u00a0\u00a0 \u00a0nicht alle Einwohner angeschlossen<br \/>** \u00a0\u00a0 \u00a0Einwohner der Frankfuter Umlandgemeinden bleiben unber\u00fccksichtigt (1993: 14.230 Einwohner)<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5641240 elementor-widget elementor-widget-spacer\" data-id=\"5641240\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"spacer.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-spacer\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-spacer-inner\"><\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Historie Wasserversorgung in Frankfurt (Oder) Die Wasserwirtschaft der Stadt Frankfurt (Oder) vom 13. bis zum 17. Jahrhundert Die Gr\u00fcndungsurkunde der Stadt Frankfurt (Oder), vom Markgrafen Johann I. von Brandenburg, tr\u00e4gt das Datum 12. Juli 1253. Das Stadtgebiet und die Landschaft, die es umgibt, haben durch die erste Eisr\u00fcckzugsphase der letzten Eiszeit ihre haupts\u00e4chliche Auspr\u00e4gung erhalten. 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