Informationen der FWA zu SEPA

Allgemeine Fragen zu SEPA
(Grundlage u. a. Internetseite Deutsche Bundesbank Stand Juli 2013 „Allgemeine Fragen zu SEPA“)

Was bedeutet SEPA?
SEPA ist die Abkürzung für Single Euro Payments Area, zu deutsch: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum.
Dieser besteht aus den 28 EU-Staaten, den weiteren EWR-Ländern Island, Liechtenstein und Norwegen sowie
der Schweiz und Monaco. Im SEPA-Raum werden europaweit standardisierte Verfahren für den bargeldlosen
Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften) angeboten.

Wen betrifft SEPA?
Jeder Kontoinhaber, ob Privatperson oder Unternehmen, ist von der Umstellung auf SEPA betroffen.

Unternehmen müssen bei der Abwicklung von Überweisungen und Lastschriften in Euro bestimmte technische
Anforderungen einhalten: Sie müssen bis zum 1. Februar 2014 die nach der SEPA-Verordnung erforderlichen
technischen Umstellungen vornehmen (z. B. Verwendung der IBAN und des ISO 20022 XML Formats bei
elektronischer Einlieferung). Dadurch wird eine durchgängige vollautomatisierte Verarbeitung des Zahlungs-
prozesses ermöglicht, bei dem keine erneute Dateneingabe oder manuelle Eingriffe notwendig sind.

Kontokennung: IBAN-/BIC-Nutzung
Sind Ihnen auf Ihrem Kontoauszug die Begriffe IBAN und BIC aufgefallen? Sie ersetzen zukünftig Kontonummer
und Bankleitzahl (IBAN – International Bank Account Number und Bankleitzahl (BIC – Business Identifier Code).

Denn das deutsche Überweisungs- und Lastschriftverfahren hat ausgedient. Stattdessen gilt ein neues, europäisches
Verfahren. Der einheitliche Zahlungsverkehrsraum (SEPA – Single Euro Payments Area) ermöglicht Zahlungen in ganz
Europa innerhalb eines Tages zu gleichen Gebühren.

In Deutschland enthält die IBAN 22 Stellen. An den ersten zwei Stellen wird das Länderkennzeichen abgebildet
(„DE“ für Deutschland), gefolgt von einer zweistelligen Prüfziffer und der nationalen Kontokennung BBAN (Basic Bank
Account Number), die sich aus der achtstelligen Bankleitzahl und der zehnstelligen Kontonummer zusammensetzt.
Kürzere Kontonummern werden grundsätzlich linksbündig mit führenden Nullen auf zehn Stellen erweitert.

Der BIC (Business Identifier Code) ist ein international standardisierter Bank-Code (vergleichbar mit der Bankleitzahl
in Deutschland), mit dem die Banken weltweit eindeutig identifiziert werden. Eine andere Bezeichnung für den BIC ist
SWIFT-Code (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication).

Wo finde ich IBAN und BIC?
Sie finden Ihre IBAN und den BIC Ihrer Bank – übrigens bereits seit 2003 – auf Ihrem Kontoauszug. Auch im Online-
Banking, etwa unter „Meine Daten“, „Kontodetails“ - je nachdem wie dieser Bereich bei Ihrer Bank benannt wird -,
können Sie IBAN und BIC finden. Zudem sind diese Angaben inzwischen auch auf den Bankkundenkarten einiger
Banken aufgedruckt.

Wenn Sie einen Geldbetrag per SEPA-Überweisung auf das FWA -Konto tätigen möchten, also beispielsweise eine
Rechnung begleichen wollen, verwenden Sie nachfolgende IBAN und BIC:

IBAN:    DE 72 1705 5050 3310 0108 98                    
BIC:    WELADED1LOS

Wozu benötige ich den BIC?
Der BIC ist die internationale Bankleitzahl einer Bank. Da Banken auch durch die in der IBAN enthaltenen Informationen
eindeutig identifizierbar sind, muss der BIC nur bei inländischen Überweisungen und Lastschriften bis Februar 2014
und bei grenzüberschreitenden Zahlungen bis Februar 2016 noch zusätzlich zur IBAN angegeben werden.

Wie werden die Kontostammdaten (Bankleitzahl/Kontonummer) in die IBAN/BIC umgewandelt?
Unter anderem bietet die deutsche Kreditwirtschaft verschiedene automatisierte Lösungen zur Umstellung von
Kontodaten an.

Die FWA plant, die Kontodaten ihrer Kunden über das IBAN Service Portal der Bank Verlag GmbH umzustellen.

Benötige ich für die SEPA-Überweisung einen neuen Zahlungsvordruck?
Grundsätzlich ja. Ihre Bank stellt Ihnen SEPA-Überweisungs- und SEPA-Zahlschein-Vordrucke zur Verfügung.
Die althergebrachten Überweisungsvordrucke können aber bis Februar 2014 weiter genutzt werden. Auch im
Online-Banking sind entsprechende Eingabemasken für SEPA-Überweisungen eingerichtet.

Was ist ein Mandat?
Aus der Einzugsermächtigung wird das SEPA-Mandat. Das SEPA-Basislastschriftverfahren beruht auf sogenannten
Mandaten. Damit erlauben Sie uns, den Zahlbetrag von Ihrem Bankkonto abzubuchen (wie bisher mit der Einzugs-
ermächtigung). Jetzt weisen Sie zusätzlich Ihre Bank an, Ihr Bankkonto mit dem von uns übermittelten Zahlbetrag
zu belasten.

Was ist die Mandatsreferenz?
Die Mandatsreferenz ist ein vom Zahlungsempfänger, d. h. der FWA mbH  individuell vergebenes Kennzeichen eines
Mandats. Die Mandatsreferenz darf bis zu 35 alphanumerische Stellen lang sein und dient in Kombination mit der
Gläubiger-ID der eindeutigen Identifizierung des dem Lastschrifteinzug zugrunde liegenden Mandats.

Die FWA mbH verwendet grundsätzlich die Kundennummer als Bestandteil der Mandatsreferenznummer.

Was ist unter "Vorabinformation" zu verstehen?
Als Vorabinformation ("Pre-Notification") ist jede Mitteilung (z. B. Rechnung, Vertrag) des Lastschrifteinreichers, d. h.
der FWA mbH an den Zahler geeignet, die eine Belastung mittels SEPA-Lastschrift ankündigt. Die Vorabinformation
muss das Fälligkeitsdatum und den genauen Betrag enthalten und kann auch mehrere Lastschrifteinzüge ankündigen.
Sie muss dem Zahler rechtzeitig (mindestens 14 Kalendertage vor Fälligkeit, sofern mit dem Zahler keine andere Frist
vereinbart wurde) vor Fälligkeit zugesandt worden sein, damit er sich auf die Kontobelastung einstellen und für
entsprechende Deckung sorgen kann.

Was ist die Gläubiger-Identifikationsnummer (Creditor-Identifier oder Gläubiger-ID)?
Um als Zahlungsempfänger Lastschriften auf Basis der SEPA-Lastschriftverfahren nutzen zu können, benötigt
der Zahlungsempfänger, d. h. die FWA mbH  eine Gläubiger-Identifikationsnummer. Hierbei handelt es sich um
eine kontounabhängige und eindeutige Kennung, die EU-weit gültig ist und den Zahlungsempfänger als
Lastschrift-Einreicher zusätzlich identifiziert.

Die Gläubiger-Identifikationsnummer der FWA mbH lautet: DE66FWA00000262718

Muss ein neues SEPA-Lastschriftmandat für eine bereits existierende Einzugsermächtigung erteilt werden?
Nein. Die Einzugsermächtigungen, die Sie uns bereits erteilt haben, werden mit der Umstellung auf das neue Verfahren
in rechtsgültige Mandate überführt. Jede erhält eine eigene Mandatsreferenznummer von uns. Sie brauchen dazu nichts
zu veranlassen.

Die FWA mbH wird dazu voraussichtlich im IV. Quartal 2013 alle Kunden, mit denen das Lastschriftverfahren in der
Vergangenheit vereinbart wurde, separat anschreiben. In diesem Umstellungsschreiben „Information zum Wechsel
vom bisherigen Einzugsermächtigungsschreiben auf das SEPA-Lastschriftverfahren“ werden die Kontoinhaber über
die Gläubiger-Identifikationsnummer und die Mandatsreferenznummer in Kenntnis gesetzt.

Des Weiteren werden IBAN und BIC des Kontos, von dem der Lastschrifteinzug erfolgt, mitgeteilt. Der Kontoinhaber
wird um kurze schriftliche Rückinformation an die FWA gebeten, falls Angaben nicht mehr aktuell sind.

Was ist zu tun, wenn der Kontoinhaber vom Vertragspartner der FWA abweicht (abweichender Kontoinhaber)?
Bisher war es nicht erforderlich, die Adresse eines abweichenden Kontoinhabers zu erfassen. Mit SEPA besteht die
Verpflichtung, den Kontoinhaber über die Umstellung und die Lastschrifteinzüge vorab zu informieren (siehe unter
„Vorabinformation“ und „SEPA-Lastschriftmandat“). Die FWA mbH wird dazu über den Vertragspartner mit den
abweichenden Kontoinhabern in Kontakt treten, um die Adresse zu erfragen.

Um dieses Anschreiben bzw. die nachfolgenden Vorabinformationen (s. dort) an die Kontoinhaber zu ermöglichen,
ergänzt die FWA mbH zzt. die Angaben im Verbrauchsabrechnungssystem in den Fällen, in denen der
Kunde/Rechnungsnehmer nicht identisch ist mit dem Kontoinhaber, von dessen Konto die Lastschrift eingezogen
wird. Zu dem Kontoinhaber werden die postalischen Anschriften erfragt und im Verbrauchsabrechnungssystem
der FWA mbH hinterlegt.

Was passiert mit den Einzugsermächtigungen, die nicht in schriftlicher Form erteilt wurden?
Grundsätzlich sind Einzugsermächtigungen, die nicht in Schriftform vorliegen (z. B. telefonisch oder per Internet
erteilte Einzugsermächtigungen), nicht SEPA-fähig.

Ab wann sind die neuen Vordrucke für SEPA-Mandate zu verwenden?
Unternehmen müssen bei neuen Vertragsabschlüssen nach dem 1. Februar 2014 zwingend die neuen SEPA-Mandate
verwenden. (Ein SEPA-Lastschriftmandat umfasst sowohl die Zustimmung des Zahlers zum Einzug der Zahlung per
SEPA-Lastschrift an den Zahlungsempfänger als auch den Auftrag an die eigene Bank zur Einlösung der Zahlung.)

Zum 01.01.2014 werden Sie den neuen Vordruck „SEPA-Lastschriftmandat“ auf der Internetadresse der FWA mbH
unter dem Punkt „Formulare“ finden.

Welche Widerspruchsfristen gelten bei der SEPA-Lastschrift?
Eine SEPA-Basislastschrift kann innerhalb von acht Wochen nach Belastung an den Einreicher zurückgegeben werden,
d. h. eine entsprechende Kontobelastung wird rückgängig gemacht. Ein Lastschrifteinzug ohne Mandat, d. h. eine
unautorisierte Lastschrift, kann vom Zahler innerhalb von 13 Monaten nach der Kontobelastung zurückgegeben werden.

Muss bei Änderung der Mandatsdaten ein neues Mandat mit Unterschrift des Kunden eingeholt werden?
Nein. Grundsätzlich gilt, dass alle Mandatsangaben geändert werden können. Eine Mandatsänderung bedarf jedoch
der Schrift- bzw. Textform, d. h. ein Papier-Mandat kann nachträglich nicht auf rein elektronischem Wege geändert werden.
Somit sind sämtliche Mandatsänderungen, wie Namensänderung bei Heirat o. ä. formlos schriftlich mitzuteilen.

Muss bei jeder Änderung des eingezogenen Betrags ein neues Mandat für die SEPA-Lastschrift eingeholt werden?
Nein, denn der Vorteil der Lastschrift liegt in der Nutzung für den Einzug unterschiedlicher Beträge.

Wie werden Rücklastschriften und das nochmalige Einziehen der Forderung behandelt?
Grundsätzlich werden nicht eingelöste Lastschriften dem Zahlungsempfänger der Einreichung wieder belastet.
Da der SEPA-Lastschrift-Datensatz u. a. das Fälligkeitsdatum der Lastschrift enthält, kann ein erneuter Einzug
einer Forderung nur mit einer neuen Lastschrift mit neuem Fälligkeitstag erfolgen.

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